Urlaub mit Hund – ADAC gibt Tipps
Urlaub mit Hund

Andere Länder, andere Regeln

Sommerferien überall in der Region. Jetzt ist die Hauptreisezeit und natürlich sind bei Hundehaltern die Vierbeiner mit an „Bord“. Doch wer mit seinen Vierbeinern die schönste Zeit des Jahres woanders verbringen will, sollte sich vorab gut informieren. Monika Gaß vom ADAC Rheinland-Pfalz: „Nicht nur länderspezifische Vorgaben gilt es zu beachten, sondern auch Bestimmungen für verschiedene Transportmittel wie Bahn oder Flugzeug. Innerhalb der EU ist für Hunde und Katzen ein Heimtierausweis erforderlich, der neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer eine gültige Tollwutimpfung nachweisen muss. Die Erstimpfung muss mindestens 21 Tage vor der Abreise, eine Auffrischimpfung fristgerecht erfolgt sein.“

Wer seinen Urlaub nicht in Deutschland verbringen will, sollte darauf achten, dass sein Tier gechipt ist. „Diese Chip-Pflicht gilt seit dem 3. Juli 2011. Hatte das Tier als Kennzeichnung vor diesem Stichtag bereits eine Tätowierung, die noch gut lesbar ist, muss es nicht neu gechippt werden. Allerdings verblassen Tätowierungen als Kennzeichnung auf der Haut der Tiere mit der Zeit und der Code im Fell kann nicht mehr mit dem Eintrag im Heimtierausweise verglichen werden“, erklärt die ADAC-Pressesprecherin.  Doch damit nicht genug, für manche Länder gibt es bei der Einreise noch weitaus mehr zu beachten. So müssen Hunde vor einem Trip nach Finnland, Irland, Nordirland und Malta zusätzlich gegen Bandwürmer behandelt werden.

„Neben den Einreisebestimmungen gibt es Regeln, die im Urlaubsalltag zu beachten sind: Oft herrscht Leinenzwang, so zum Beispiel in Italien und Spanien und auch in Dänemark bei Waldspaziergängen. In Spanien und Italien dürfen Hunde offiziell nicht mit ins Restaurant. In Portugal dürfen Hunde nicht in Busse und Straßenbahnen. In den meisten Anrainerstaaten am Mittelmeer sind Hunde während der Hauptsaison zumindest an den touristisch stark frequentierten Stränden nicht erlaubt. Häufig bieten die Urlaubsorte jedoch spezielle Hundeabschnitte an. Auskunft geben die jeweiligen Tourist-Infos“, betont Gaß.

Was gilt für Nicht-EU-Länder?

Bei der Einreise in Nicht-EU-Staaten sind, laut ADAC-Pressestelle, unterschiedliche Bestimmungen zu beachten. Bei der Wiedereinreise verlangt die EU aus einzelnen Ländern einen Antikörpernachweis für Tollwut, zum Beispiel aus Albanien, Kosovo, Montenegro, Serbien, Türkei, Marokko, Tunesien, Ägypten, Thailand oder Südafrika. Urlauber müssen bereits vor der Abreise daran denken, einen Tollwutantikörpertest durchführen zu lassen (frühestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung).

Natürlich sind nicht nur EU-Richtlinien für die Reise mit der Fellnase wichtig, sondern vor allem auch, dass das Tier sicher transportiert wird. Im Auto empfehlen sich Transportboxen oder Trenngitter. Viele Fachgeschäfte haben auch sichere und bequeme Hundeautositze im Angebot. Sie beraten gerne und helfen die Sitze fachmännisch zu installieren. 

Mit Bahn und Flugzeug

„Reist das Haustier in einer Transportbox in der Bahn mit, fallen keine Zusatzkosten an, wenn die Box in die Gepäckablage bzw. unter den Sitz passt. Für größere Hunde ist der halbe Ticketpreis fällig. Außerdem müssen sie Maulkorb tragen und angeleint sein. Bei Flugreisen gilt: Vorab erkundigen, nicht jede Airline gestattet Tiere, und auch die Transportbedingungen variieren. Für den Transport im Frachtraum gibt es spezielle Boxen, die der Besitzer zum Teil selbst besorgen muss. Auch ist die Anzahl der Tiere pro Flug begrenzt“, sagt Monika Gaß.

Wichtig: Seit vergangenem Jahr transportiert die Lufthansa sogenannte stumpfnasige Rassen (z.B. Mops oder Perserkatze) aufgrund des Tierwohls nicht mehr im Frachtraum. Aber nicht jedes Tier darf mit in die Kabine.

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