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Sind Hunde die neuen Trüffelschweine?

Hunde sind die neuen Trüffelschweine – das weiß Rike Weise. Seit sich die Hundetrainerin dem teuersten Speisepilz der Welt verschrieben hat, ist sie bestens mit der Materie vertraut und teilt ihr Wissen gerne mit Interessierten. Deshalb bietet die Heidelbergerin mit Ihrer Hundeschule in Malsch seit letztem Jahr Workshops (deutschlandweit auch als Gastdozentin) an, in denen Hunde und Besitzer die Suche nach dem kostbaren Knollenpilz erlernen können.

Trainingstrüffel als erstes für die Suche verwendet

Dafür lagert sie zurzeit sage und schreibe über 1,5 Kilogramm Burgunder Trüffel in ihrer Tiefkühltruhe. Welche Schätze hat die Hundetrainerin da im Haus! Keine Angst, dass die Truhe geplündert wird? „Nein“, lacht sie, „so teuer sind die Trainingstrüffel nicht. Sie sind zweite Wahl, eignen sich jedoch hervorragend für die Suche mit Hund!“ Denn die Hundetrainerin setzt in ihren Workshops lieber auf das Urprodukt. „Ich persönlich arbeite gerne mit echtem Trüffel und nicht mit Öl, denn echte Trüffel, auch tiefgekühlt, riechen ganz anders als Öl, das hat was mit Leidenschaft für das Produkt zu tun“, sagt Rike Weise, die extra eine Weiterbildung in Sachen Trüffel absolviert hat.

Echter Trüffel oder Öl?

Trotz der Vorliebe zum echten Pilz können die Teilnehmer ihres Workshops wählen. „Es ist eine Kostenfrage, ob man mit echtem Trüffel oder dem Öl arbeiten will, aber wer einmal mit seinem Hund und echtem Trüffel gearbeitet hat, mag nicht mehr anders trainieren“, sagt die Dackelliebhaberin. Ein teures Hobby? Man kann nach der Suche die Trüffel wieder einfrieren und für das nächste Training verwenden. Doch zunächst gilt es erst einmal, den Hund dazu zu bringen, nach Trüffeln zu suchen.

“Alles drum herum” muss auch gelernt sein

Halt, nicht so schnell. „Erst einmal unternehme ich mit meinen Workshopbesuchern einen Ausflug in die rechtlichen Grundlagen, das allgemeine Wissen und die Geschichte des Trüffels“, so Rike Weise. Zum Beispiel erfahren die Teilnehmer, dass rund 300 Trüffelarten in Deutschland nachgewiesen sind und es weltweit ca. 3000 Arten gibt. Bis zu den Kriegen war die Trüffelsuche in Deutschland weit verbreitet und hat eine lange Geschichte. Schon Hildegard von Bingen hat über Hirschtrüffel berichtet. Doch nach den Kriegen geriet das Gewissen um die Trüffel verloren.

Die Suche nach Trüffeln als neues Hobby

Jetzt erlebt die Suche nach dem kostbar-köstlichen Gewächs eine Renaissance und wird als Hobby bei Hundehaltern immer beliebter. „Es ist eine schöne Beschäftigung und gute Nasenarbeit für den Vierbeiner. Trüffel findet man praktisch das ganze Jahr über, immer wird eine andere Gattung reif“, erklärt die Expertin. Man darf jedoch nicht gleich losgehen und überall Trüffel ausgraben. “Die Trüffelart “Tuber“ steht unter Naturschutz, aber auch die anderen Arten sollten nicht unkontrolliert ausgegraben werden“, warnt Rike Weise. Doch zurück zum Halter-Hund-Team.

Wie trainiert man und was braucht man dazu?

„Ausrüstung braucht man nicht viel, ein passendes Geschirr und eine Schleppleine, circa drei Meter lang. Ich bin kein Fan von nicht angeleinten Hunden im Wald, abseits der Wege. Wir arbeiten immer an der Leine und auch nicht mitten im Wald, um die Natur nicht zu stören“, sagt die Trainerin. Bevor mit den richtigen Trüffeln gearbeitet wird, wird mit Dummy-Ästchen trainiert. Das sind Holzstücke, in die ein Loch gebohrt wird, das mit einem Stück Trüffel aufgefüllt wurde. Diese Dummy-Ästchen können die Hunde dann suchen. Die Vorteile der Natur-Dummys: Wenn sie nicht gefunden werden, ist das nicht so schlimm, denn ein Ästchen kann im Wald liegenbleiben, anders als bei Dummies aus Plastik. „Wir schädigen die Natur also nicht“, betont die Hundetrainerin.

Wie der Hund das Trüffelsuchen lernt

„Der Geruch ist dem Hund ja bekannt, er ist in der Natur. Wenn da ein Trüffel wächst, ist der Geruch immer präsent. Der Hund muss nur lernen, dass uns dieser Geruch wichtig ist. Das ist unser Job, das dem Hund beizubringen. Im Endeffekt ist es wie bei jeder Art der Nasenarbeit, Geruch finden und anzeigen“, berichtet Rike Weise. Natürlich ist auch bei der Trüffelsuche ein regelmäßiges Training die Grundvoraussetzung. „Erst dann kann der Hund den Trüffel als solchen auch erkennen. Aber Spaß und Abwechslung ist immer garantiert“, freut sich Rike Weise.

Unsere Expertin

Rike Weise ist Verhaltensberaterin bei der IHK und Hundeerzieherin. Sie ist spezialisiert auf die Nasenarbeit mit Hunden und bietet regelmäßig Tages- und Wochenkurse unter anderem zum Thema Trüffelsuche an. Rike Weise ist Inhaberin von Peace-Love-Dogs, Hundeschule und Shop in 69254 Malsch

Bildquelle: privat

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