Trotz tragischem Schicksalsschlag immer weitergekämpft!

Die Hoffnung hilft uns leben, sagte einst Johann Wolfgang von Goethe. Die Hoffnung niemals aufgegeben und immer an das Leben ihres Nemo geglaubt, hat Vanessa Merkel. Die junge Mannheimerin ist heute noch bewegt, wenn sie an die schlimmste Zeit ihres Lebens zurückdenkt: „Unserem Nemo ging es auf einmal ziemlich schlecht. Er hechelte viel, hatte erhöhte Temperatur und wollte nicht mehr springen und laufen!“ Das alles war für den agilen, damals gerade eineinhalb Jahre alten Rüden, total untypisch. Sofort wurde der Haustierarzt aufgesucht, das war der Beginn einer Odyssee. „Es wurde immer schlimmer, auf einmal konnte Nemo gar nicht mehr laufen, empfand keinen Tiefenschmerz mehr und bekam sogar noch einen Krampfanfall. Wir waren echt verzweifelt,“ sagt die 26-jährige. Röntgen, CT und MRT brachten zunächst keine verwertbaren Resultate. Es stand unter anderem der Verdacht auf Borreliose, dann wieder auf einen Tumor im Raum.

Was ist mit Nemo?

Nemo wurde inzwischen stationär in einer Klinik bei Wiesbaden aufgenommen. „Uns wurde mehr als einmal geraten, Nemo einzuschläfern“, sagt die Hundebesitzerin. Doch sie wollte ihren Golden Retriever nicht aufgeben. „Nemo hatte trotz allem noch Lebensmut. Die Familie und Freunde standen zur Seite. Und zuhause wartete seine Freundin Lilly auf ihn. Unsere Golden Retrieverhündin“, erzählt Merkel. Noch einmal musste der Rüde in die Röhre und da fanden die Ärzte etwas in seinem Rückenmark. Wieder Verdacht auf einen Tumor. Nemo musste unters Messer. „Bei der Operation sahen die Ärzte, dass es ein Bluterguss im Wirbelkanal war, der die Versorgung zu den hinteren Extremitäten und auch der Blase und dem Schließmuskel verhindert hatte“, so die Hundebesitzerin, die bis heute nicht weiß, wo und wie Nemo sich diesen Bluterguss zugezogen hat.

Er darf nach Hause

Der Bluterguss wurde entfernt und doch war zunächst keine Entwarnung möglich. Der Tiefenschmerz war immer noch nicht vorhanden. Täglich verbrachte die junge Frau ihre Zeit in der Klinik, auch Freunde und die Familie besuchten den Rüden. Das gab Nemo Auftrieb und er kämpfte sich ins Leben zurück, er reagierte wieder auf Tiefenschmerz. Dennoch konnte er weder Laufen, noch Urin oder Kot absetzen. „Aber wir durften ihn wieder nach Hause holen! Das war einer meiner schönsten Tage in meinem Leben“, freut sich die junge blonde Frau noch heute.

Wie geht es Nemo heute?

Doch zuhause musste Nemo erst einmal strikte Ruhe einhalten, er hatte einen Katheter und konnte immer noch nicht laufen. Den 35 Kilogramm schweren Rüden die Treppen hoch und runterzutragen war Schwerstarbeit. In dieser Zeit standen wieder Familie und Freunde wie eine Mauer hinter ihr. „Ich musste ja arbeiten, da tat es gut, dass wir auf Hundesitter zurückgreifen konnten“; sagt Nemos Frauchen. Parallel wurde sofort mit Physiotherapie angefangen und der Katheter entfernt. Langsam aber stetig ging es bergauf mit dem jungen Rüden. „Wir genießen jede Minute mit ihm. Er wird nie ganz gesund und muss auch noch heute regelmäßig zur Physiotherapie. Leider kann er auch seinen Kot nicht halten, aber damit können wir gut leben“, so die Retriever-Liebhaberin. Über die Kosten will sie gar nicht nachdenken. „Das ist alles nicht so wichtig, Hauptsache Nemo ist bei uns“, freut sich Vanessa Merkel.

Lähmung der Hinterbeine

Fängt der Hund an, eines oder beide Hinterbeine beim Laufen nicht mehr anzuheben, kann dies verschiedene Ursachen haben. Diese können neurologischen, orthopädischen oder systemischen Ursprungs sein, in schweren Fällen tritt sogar eine Lähmung ein. Verantwortlich dafür können unter anderem die Bandscheiben (Vorfall) oder ein Rückenmarkstraumata sein. In beiden Fällen wird dringend geraten, umgehend den Tierarzt aufzusuchen.

Bildquelle: privat

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