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Scheinträchtigkeit: Wenn die Hormone verrücktspielen

Zweimal im Jahr treibt Hündin Chanel ihre Besitzerin Margitta Pahl an den Rand der Verzweiflung. Dann schleppt die kleine Chihuahua-Hündin ihre Stofftiere im Maul herum, frisst wenig bis gar nichts, fiept und scharrt, was das Zeug hält. Auch wenn ihr Frauchen besorgt ist, was Chanel anzeigt, sind das die „normalen“ Anzeichen einer Scheinträchtigkeit. Diese tritt in der Regel alle ein bis drei Monate nach der Läufigkeit auf und dauert zwei bis drei Wochen an. Nestbauverhalten, das Einsammeln und „Bemuttern“ von Spielzeug, ein geschwollenes Gesäuge sind die normalen Anzeichen.

Warum kommt es zur Scheinträchtigkeit?

Zahlreiche Experten sehen hier den Zusammenhang der Abstammung des Hundes vom Wolf.  Beim Wolf dient die Scheinträchtigkeit der Erhaltung des Rudels. Wölfe leben grundsätzlich in Rudeln, wobei stets eine strenge Rangordnung herrscht. So ist nur die Alpha-Wölfin in der bevorzugten Situation, Junge zu bekommen. Zur Aufzucht der Welpen bekommt sie Unterstützung der rangniedrigeren Artgenossinnen. Diese kümmern sich ebenfalls um den frischgeborenen Rudelzuwachs und fungieren als Ammen. Das bedeutet, dass sie die Fähigkeit haben, Milch zu produzieren und die Jungtiere mit Milch versorgen können. Weil diese Ammenfunktion in der „freien Wildbahn“ durchaus Sinn macht, schlummern diese Urinstinkte noch in zahlreichen intakten Hündinnen.

Das passiert im „Innern“ der Hündin

Am Ende der Läufigkeit bilden die Tiere weniger Progesteron (Gelbkörper-Hormon), wodurch jedoch die Produktion von Prolaktin steigt. Dieses Wechselspiel der Hormone zeigt der Hündin (fälschlicherweise) an, dass eine Geburt stattgefunden hat. Es erwachen Mutterinstinkte in ihr und durchleben die typischen körperlichen und emotionalen Veränderungen einer Mutter.

Wie kann man die Hündin unterstützen?

Bei vielen weiblichen Fellnasen sind die Symptome nicht sehr ausgeprägt und nehmen nach zwei bis drei Wochen deutlich ab. Jedoch, wenn sich die betroffene Hündin zu sehr in die „Mutterrolle“ begibt, ist es ratsam, einen Tierarzt oder eine Tierheilpraktikerin zu Rate zu ziehen.

Den Symptomen entgegenwirken

Halter von Hündinnen reagieren oft pragmatisch: Heißt Spielzeug wegräumen und die Hündin so beschäftigen, dass sie abgelenkt ist. Erfahrene Züchter raten zur Reduzierung der Mahlzeiten. Das spiegelt der Hündin eine Hungersnot vor und sie bricht die Schwangerschaft ab. In „schwerwiegenden Fällen von Scheinschwangerschaft“  gibt es beim Arzt Medikamente mit einem „Gegenhormon”, dass die Hirnanhangsdrüse an der weiteren Produktion von Mutterschaftshormon unterbindet. Der Tierheilpraktiker kann unter anderem mit individuell auf das Tier abgestimmten Mitteln aus der Homöopathie unterstützen.

Scheinträchtigkeit unterbinden durch Kastration

Falls die Scheinschwangerschaft eine Hündin regelmäßig schwer leiden lässt, könnte eine Kastration eine mögliche Option sein. Das sollte jeder Halter persönlich für sich (nach Abwägung aller Vorteile, Nachteile und Risiken) mit dem Tierarzt seines Vertrauens entscheiden.

Bildquelle: stock.adobe.com/ F & J Photography

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