Ludwigshafen – Leinen los in der Industriestadt

„Iwwer die Brick“ – nach den Städten Heidelberg und Mannheim hat sich das „Pfötchen regional Team“ auf den Weg nach Ludwigshafen gemacht, um sich davon zu überzeugen, wie es über dem Rhein mit der Hundefreundlichkeit steht.

Erfreulich zu hören: Mit gleich sechs Hundeauslaufflächen kann die „Arbeiterstadt“, bei der auf 166.621 Einwohner 7.431 gemeldete Hunde kommen, punkten.

Die Hundeauslaufflächen wären:

  • Wiese an der Moskauer Straße, Pfingstweide
  • Friesenpark zur Sternstraße hin, Friesenheim
  • Fläche östlich der Eberthalle, Friesenheim
  • Wiese an der Erich-Reimann-Straße, Süd
  • Zedwitzhof zur Wegelnburgstraße hin, Mundenheim
  • hinter dem Kleintierzüchterverein in Rheingönheim

„In unserer Lektüre „Umwelt-Info“ können Hundehalter nachlesen, wo Hunde von der Leine gelassen werden können“, erklärt Pressesprecherin Ulrike Heinrich. „Frauchen und Herrchen können ihre Hunde auf den ausgewiesenen 360 bis 3.800 Quadratmeter großen Freiflächen nach Herzenslust toben lassen. Sieben weiteren Flächenvorschlägen seitens der Stadt haben die Ortsbeiräte zugestimmt.“ Vorgesehen ist, zahlreiche Areale mit sogenannten Dog-Stations, also Hundekottütenspendern mit Mülleimern, auszustatten.

Finanzierung über Sponsoring und Spenden

„Die Finanzierung dieser sieben neuen Hundeauslaufflächen kann als sogenannte freiwillige Leistung der Kommune nur über Spenden und Sponsoring erfolgen. Neben den Herstellungskosten für alle Flächen in Höhe von insgesamt rund 42.000 Euro für Anlage und Erstausstattung sind Folgekosten von rund 500 Euro für das Nachfüllen der Hundekot-Tüten pro Freilauffläche und Jahr durch Dritte zu finanzieren“, erklärt die Pressesprecherin. Zurzeit gibt es in der Stadt über 180 Hundekottütenspender (nachzulesen über http://stadtplan.ludwigshafen.de).

Auch in Sachen Tierheimhunde zeigt die Stadt ein weiches Herz. „Wer ein Tier aus dem Tierheim Ludwigshafen übernimmt, erhält eine zweijährige Befreiung von der Hundesteuer.“

Veranstaltungen

Einmal im Jahr wird Ludwigshafen zum Mekka für Hundefreunde aus ganz Europa: Normalerweise treffen sich im August auf der Hundeausstellung „CACIB Ludwigshafen“ die schönsten Rassehunde der Welt, um im Schönheitswettbewerb gegeneinander anzutreten. Bis zu 2500 Hunde aus rund 200 Rassen sind Jahr für Jahr zu sehen. Nur 2020 nicht. Wie viele andere Großveranstaltungen ist auch diese der Coronapandemie zum Opfer gefallen. Im kommenden Jahr soll sie nun am 14. und 15. August stattfinden.

Aus der Sicht der Hundehalter

Ingrid Dietrich: „Ich bin mit unserem Bojan am liebsten im Maudacher Bruch unterwegs. Negativ ist dort, dass man die Hunde kaum freilassen kann. Ich laufe deshalb immer in Richtung Streuobstwiese, da kann ich unseren Rüden dann auch mal freilassen.“ Hoch oben in der Beliebtheitsskala von Ingrid Dietrich steht die Parkinsel. „Aber nur unter der Woche. Am Sonntag ist die Parkinsel total überlaufen. Toll finde ich, dass dort viele Hundekottütenspender stehen.“

Melanie Borger: „Wir laufen gerne, wenn wir bei meinen Eltern in Ludwigshafen-Edigheim sind, vom Friedhof aus Richtung Rhein. Man läuft an Weihern und Wiesen vorbei und kann die Hunde auch mal freilaufen lassen.“

Susanne Neumann: „Ich bin am liebsten im und am Maudacher Bruch spazieren. Zum Beispiel parke ich am Sportplatz SV Maudach und laufe zwischen Bruch und Felder Richtung Oggersheim. Biege dann etwas vor Oggersheim links ab und laufe zurück über Streuobstwiesen und der Gartenanlage Kinkel. Dort haben die Hunde die Möglichkeit auch mal frei zu laufen.“

Fazit

In Ludwigshafen tut sich einiges. Großartig, dass die Stadt zu den bereits vorhandenen sechs Auslaufflächen noch sieben weitere plant. Leider scheint das nach außen hin nicht so recht kommuniziert zu werden, denn zahlreiche Ludwigshafener Hundehalter wissen nichts davon. Daher gibt es von Pfötchen die Note Gut.

Bildquelle: Alexander Seitz

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