Hundefreundlicher Garten – Giftpflanzen vermeiden

Rosen statt Rhododendron oder Hainbuche statt Kirschlorbeer 

Wer seinen Garten hundefreundlich anlegen will, sollte unbedingt auf einige Pflanzen verzichten, denn sie sind giftig für unsere Vierbeiner. Einer, der sich gut damit auskennt, wie ein hundefreundlicher Garten auszusehen hat, ist Karsten Buttler. Denn der Gartenbauingenieur von der Baumschule Huben in Ladenburg ist nicht nur Fachmann mit einem grünen Daumen, sondern auch noch begeisterter Hundehalter. Pfötchen regional hat sich vor Ort in Ladenburg von dem Gartenexperten zeigen lassen, was gut und was weniger gut für Hunde ist.

Mops Billy vom Odenwald begleitet sein Herrchen Karsten Buttler heute bei seinem Rundgang für Pfötchen regional. Noch sieht der langbeinige Mops etwas desinteressiert aus, aber das ändert sich schnell, als wir das weitläufige Gelände der Baumschule betreten. Der fünfjährige Mops beäugt interessiert einen Golden Retriever, der Frauchen und Herrchen beim Pflanzenkauf begleitet. Denn, das fällt uns natürlich gleich auf: Billy ist kein Alibihund – bei Huben sind Vierbeiner herzlich willkommen und dürfen ihre Besitzer bei der Suche nach der idealen Gartenpflanze begleiten. Apropos idealen Pflanze. Gleich bei den Gehölzen stoppen wir und Buttler klärt uns auf: „Der bei uns so beliebte Kirschlorbeer ist giftig für Hunde. Wer seinen Garten trotzdem mit einer natürlichen Hecke abgrenzen will, sollte auf eine aus Hainbuchen zurückgreifen. Die ist zwar nicht immergrün, aber auch im Winter recht dicht und durchaus nicht unattraktiv.“

Blühende Alternativen

Stichwort unattraktiv – beim Gang durch die zahlreichen Beete, und Pflanzen erfahren wir: Hortensien, Rhododendron und Azalee – alles giftig und somit nicht gern gesehen im perfekten Hundegarten. Wehmütig streift unser Blick die herrlichen Hortensien – prächtig blühend verzaubern sie uns. „Kann man überhaupt etwas blühendes empfehlen?“ –  das klingt ehrlich gesagt schon fast frustriert. Aber was ist ein Garten ohne Blumen? Doch der Fachmann weiß Rat: „Natürlich, es gibt immer Alternativen. Rosen beispielsweise oder auch Lavendel. Das sorgt für bunte Vielfalt im Garten und kein Hund versucht ansatzweise in Lavendel zu beißen. Mit seinen ätherischen Ölen ist er ungenießbar“, sagt der Gartenbauingenieur. Und die Palette der ungiftigen Blumen ist damit nicht erschöpft: Sonnenhut, Gänseblümchen oder Allium machen sich auch gut im heimischen Grün und stellen keine Gefahr für die Vierbeiner dar.

Wiese statt Rasen

Buttler mag es in eigenem Garten eher wild und natürlich: Obstbäume, verrät der Hundebesitzer, zieren seinen Garten: „Obstbäume blühen sehr schön im Frühjahr und später wachsen daran Früchte wie Kirschen oder Äpfel. Und Billy stibitzt sich gerne das Obst, das darunter liegt.“  Auch ein englischer Rasen steht nicht auf seiner Wunschliste – da ist ihm schon eine Wildwiese viel lieber. „Ist das nicht gefährlich, wegen der Bienen?“, wollen wir wissen. „Nein, erstens sind die Bienen mehr an den Blumen interessiert und dann weiß Billy schon von klein auf, dass er nicht in die Wiese rennen soll, das haben wir ihm schon ganz früh beigebracht“, betont Buttler. Er rät auch anderen Hundebesitzern dazu, ihre Hunde von Anfang an so zu erziehen, dass sie bestimmte Pflanzen und Bereiche im Garten meiden. Sollte ein Tier trotzdem, mal was aufnehmen, können Kohlekompretten helfen. „Aber sicher ist sicher und daher sollte gleich der Gang zum Tierarzt erfolgen“, sagt der Mopsbesitzer.

Kräuter nützlich und gesund

Immer eine Ecke sollte auf dem heimischen Grundstück für Kräuter eingeplant werden. „Die Kräuter können sogar auf dem Speiseplan unserer Vierbeiner auftauchen. Gerade für Barfer bietet es sich an, selbst Kräuter anzupflanzen“, so Buttler. Fehlen sollten dabei nicht: Rucola und Petersilie. „Das regt den Stoffwechsel an und wird gerne gefressen. Billy ist ein richtiger Rucola-Fan“, sagt der Experte. Weniger bis gar nicht geeignet ist dagegen alles zwiebelähnliche und auch Schnittlauch. „Das hat im Hundefutter nichts zu suchen“, warnt Karsten Buttler am Ende unseres Rundgangs. Jetzt gibt es erst einmal eine Ruhepause für Billy. Die hat sich der cremefarbene Mops, der im November seinen fünften Geburtstag feiert, auch redlich verdient. Uns allen brummt der Kopf, wer hätte gedacht, dass es soviel interessantes rund um den hundefreundlichen Garten zu berichten gibt.

Wer demnächst plant, sein Grundstück ebenfalls auf die Bedürfnisse seines Vierbeiners auszurichten, ist bei Karsten Buttler genau an der richtigen Adresse. Interessenten können unseren Experten gerne frühzeitig ansprechen.

Unser Experte

Karsten Buttler
Gartenbauingenieur
Baumschule Huben
https://www.huben.de/

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