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Hund nur noch mit Führerschein?

Ist das die neue Realität für Hundehalter in Baden-Württemberg? Auf einem Feldweg Richtung Brühl taucht das Ordnungsamt auf und fragt: „Dürfen wir mal ihren Hundeführerschein sehen?“ Soll es nach der grünschwarzen Regierung gehen, wird der sogenannte Hundeführerschein, ein Sachkundenachweis für Hundehalter, bald Pflicht im Ländle sein.

Der Hunde-Boom während der Pandemie als Auslöser?

Schon lange im Gespräch und immer wieder kontrovers diskutiert, hat jetzt die Landesregierung Nägel mit Köpfen gemacht und angekündigt, dass der Führerschein kommen soll. Ein Grund für die neue Dringlichkeit: Im Laufe der Corona Pandemie haben sich immer mehr Menschen einen Hund zugelegt. Genaue Zahlen liegen dem statischen Landesamt nicht vor, aber die Zunahme bei den Hundesteuereinnahmen spricht eine deutliche Sprache: Gemeinde und Städte in Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr aus der Hundesteuer insgesamt 48,0 Millionen Euro eingenommen. 2019 waren es 46,2 Millionen Euro.

Was bedeutet das im Klartext für Hundehalter?

Doch zurück zum Hundeführerschein. Hundebesitzer müssen dann vor Experten in einem schriftlichen Test und einer praktischen Prüfung ihr Wissen über das Sozialverhalten ihrer Hunde unter Beweis stellen. Damit sollen Beißvorfälle verringert, wenn nicht gar komplett vermieden werden. Zahlreiche Tierheime und Hundeschulen begrüßen die Einführung des Sachkundenachweises. Und so funktioniert es: Fünf Praxisstunden à 90 Minuten und drei Theorie-Blöcken von je zweieinhalb Stunden sind vorgesehen, um Frauchen oder Herrchen das nötige Basiswissen beizubringen. Unterrichtet werden unter anderem Themen rund um die Haltung sowie das Verhalten beim Gassigehen. Bei den Kosten herrscht noch Unklarheit: Von 40 bis 200 Euro plus Gebühren ist die Rede. Ein extra dafür zugelassener Tierarzt soll als Prüfer fungieren.

Meine persönliche Einschätzung

So viel zu den Fakten. Jetzt zu den Gedanken. Meinen rein persönlichen Gedanken… Irgendwie scheiden sich die Geister in mir. Einerseits denke ich großartig, endlich werden Menschen überprüft, ob sie überhaupt in der Lage sind, einen Hund in ihrem Leben zu haben und vor allem verantwortlich mit ihm und seiner Umwelt umzugehen. Doch dann regen sich da noch andere Gedankengänge. Fördert dieser Führerschein, dass Menschen ihre Hunde wirklich besser verstehen, oder werden hier Standardregeln und Maßnahmen auf ein individuelles Tier-Mensch-Gespann übertragen. Braucht unser Land noch mehr Gesetze, Regeln und Verordnungen? Ändert der Sachkundenachweis etwas am Verhältnis zu seinem Vierbeiner? Oder ist es eine reine Befehlsabhandlung? Wenn ja, was nützt mir ein sehr gut abgerichtetes Familienmitglied, dass seelisch vernachlässigt wird und keine Liebe erfährt. Was ist mit den Leuten, die sich das nicht leisten können? Last but not least. Ist jemand, der diesen Führerschein in der Tasche hat, ein besseres Frauchen oder Herrchen als jemand, der keinen hat?

Ihre Swenja Knüttel

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