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BARFEN – Was ist zu beachten?

Der BARF-Zwiespalt

Wenn es ein Thema gibt, bei dem die Meinungen von Hundebesitzern auseinanderdriften, dann ist es das Thema Futter. Besonders BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) erregt dabei die Gemüter. Die einen schwören darauf, die anderen verteufeln es und würden es am liebsten mit Weihwasser und Kreuz bekämpfen.

Was ist BARF?

BARF ist die Rohfütterung von Hunden, man versucht die Tiere dabei möglichst artgerecht zu ernähren. Der Tierhalter stellt dabei frische Zutaten wie Muskelfleisch, Innereien und Knochen zu einer vollwertigen Mahlzeit zusammen. Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Hagebuttenpulver, Algen oder Öle sollen verhindern, dass es zu Mangelerscheinungen kommt.

Bekannt wurde diese Art des Fütterns in Deutschland in den 90ern durch Swanie Simon, die als Vorreiterin auf diesem Gebiet gilt. Inzwischen nimmt die Bereitschaft von Hundehaltern immer mehr zu, das Futter für ihren haarigen Liebling selbst herzustellen. Die jährlichen Befragungen des IVH/ZZF zeigen einen deutlich steigenden Anteil von „selbst zubereitetem“ Futter (über 25% der befragten Hundehalter) *.

Wissen, was drin ist

Auch bei mir hat sich der Trend zum BARFEN erst allmählich entwickelt. Meinen ersten eigenen Hund setzte ich – Gott, ich schäme mich noch heute dafür – ein billiges Trockenfutter vor. Unsere Sina schaute immer recht traurig in ihre Schüssel – von Begeisterung war da keine Spur. Sie schien nicht glücklich mit ihrem Napfinhalt zu sein und ich auch nicht. Doch je länger ich mich mit Ernährung beschäftigte, desto mehr wuchs in mir der Wunsch, meinen Hund roh zu ernähren. Wieso? Ich wollte wissen, was mein Hund zu sich nimmt – denn weder in Trocken- noch in Nassfutter kann ich für mich sicherstellen, was die Produkte alles beinhalten.

Also begann ich 2005 meine Sina roh zu ernähren. Das war damals kein so leichtes Unterfangen. Weder gab es flächendeckend Geschäfte für diesen Bedarf, noch war der Onlinehandel in diesem Bereich besonders ausgeprägt. Von fachkundigen Beratern ganz zu schweigen. Man suchte sich die Infos rund um diese Ernährung mühsam selbst zusammen und musste sich daneben mit zahlreichen Vorurteilen herumschlagen oder wurde mit Vorwürfen konfrontiert. Als unverantwortlich titulierten mich zahlreiche Hundebesitzer. Mein Hund würde durch die Rohfütterung bösartig werden. Würmer und Bakterien würden sich in Magen und Darm ansiedeln und so weiter. Ich blieb stur und je mehr ich mich mit der Materie auseinandersetzte umso klarer war für mich: ich bin auf einem guten Weg.

Kein Wundermittel für ein langes Hundeleben

Sina wurde aktiver und muskulöser, ihr Output viel weniger, die Blähungen nahmen ab und ihre Haut und ihr Fell rochen viel besser.  Heute, nach 16 Jahren Fütterung, bin ich immer noch am BARFEN und fühle mich immer noch gut damit. Dennoch muss ich einiges relativieren. Diese Art der Ernährung ist zeitaufwändig. Die Mahlzeiten müssen zusammengestellt werden, das heißt abwiegen, Zusätze hinzufügen und für Abwechslung sorgen. Zudem braucht es einen Gefrierschrank, um das Fleisch zu lagern. Wer auf Reisen geht, hat einiges mehr im Gepäck als reine Trockenfutter-Fütterer.

Verabschiedet habe ich mich auch von meiner Missionarfunktion. Meinte ich anfangs noch jeden bekehren zu müssen, habe ich das inzwischen schon lange aufgegeben. Warum das? Wie schon erwähnt, der Zeit- und Platzaufwand ist nicht für Jedermann geeignet. Zudem musste ich erkennen, dass BARF nicht das Wundermittel für ein langes Leben ist. Meine Hündin starb mit 7,5 Jahren an Krebs, ihre hündischen Freunde überlebten sie um Jahre und das mit Billigfutter aus einem bekannten Discounter. Trotzdem kommt mir nichts anderes in den Napf. Die Blutwerte meiner Hunde sind top, sie haben keine Allergien und ich kann gezielt gegensteuern, wenn sich ein Mangel zeigt.

*Quelle:  „Ohr, Renate: Heimtierstudie 2019, Göttingen“!

Bildquelle: Canva

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